Ulla Lötzer im Gespräch mit dem Träger des Alternativen Nobelpreises, Walden Bello
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Weil sie kein Naturphänomen sei, müsse Globalisierung nicht zwangsläufig zu ungerechtem Welthandel, Sozialabbau und Umweltzerstörung führen, schreibt Ulla Lötzer in ihrem Namensbeitrag. Dazu bedürfe es jedoch einer grundsätzlichen Umorientierung in der Wirtschafts-, Finanz- und Handelspolitik.
"Vielfach wird die neoliberale Globalisierungspolitik als Sachzwang dargestellt. Nur wer bei der Konkurrenz um Weltmarktanteile die beste Startposition habe, heißt es, könne gewinnen. „Beste Startposition“ ist dabei in den Industrieländern gleichbedeutend mit der Aufgabe von Sozialstandards, mit Reallohnsenkungen, mit der Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge und dem Abbau von Umweltstandards.
Tatsächlich ist sie auch in hohem Maße Ergebnis einer Politik, die mit der Liberalisierung der Finanzmärkte und der Güter- und Dienstleistungsmärkte diese Sachzwänge selbst schafft.