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Die Frage von Vergesellschaftung/Verstaatlichung, Forderungen nach Belegschaftseigentum und Selbstverwaltung sind mit der gegenwärtigen Krise mit neuer Vehemenz gestellt worden. Die Linke hat sie – umstritten – in ihren Programmentwurf aufgenommen, in den Krisenprotesten werden diese Forderungen erhoben - ohne dass konzeptionelle Klarheit zu bestehen scheint, etwa: wie sich Vergesellschaftung und Verstaatlichung unterscheiden könnten, wie lokale und auf einzelne Unternehmen bezogene Demokratisierungsprozesse mit allgemein-gesellschaftlichen und globalen zu vermitteln sind, wie selbst verwaltete oder eigene Betriebe den Zwängen von globaler Produktion und Konkurrenz begegnen können. Auf der Konferenz wurden historische und aktuelle Erfahrungen und Konzepte ausgewertet.
Fragen rund um die Themen Belegschaftseigentum und selbstverwaltete Betriebe standen im Zentrum der Konferenz: welche Potenziale sind mit der Verstaatlichung oder der Vergesellschaftung von Produktionsmitteln verbunden, welche Gefahren? Sind Genossenschaftsbetriebe und Kooperativen ein Weg zur Beförderung von Demokratie am Arbeitsplatz? Sind Betriebsübernahmen und Gründungen von Betrieben in Belegschaftshand ein Weg, ökonomischen Krisen zu begegnen? Welche Rolle spielen Gewerkschaften, wie werden die Ansätze in Gewerkschaften diskutiert, gibt es neue Konzepte? Welchen Stellenwert haben diese Fragen für linke, auf Transformation gerichtete Politik?