Die Bundestagsabgeordnete Ulla Lötzer, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE, unterstützt die Essener Aktionen von Schülerinnen, Schülern und Studierenden zum bundesweiten Bildungsstreik am 17. November:
„Die spektakuläre Verlegung von Vorlesungen der Universität in das Cinemax ist als Spitze des Eisbergs nur ein Symptom des durch die Bildungskürzungen des Bundes systematisch herbeigeführten Investitionsstaus.“ Denn Jahr für Jahr dokumentiert die OECD in ihrem Bildungsbericht den Rückstand der Bundesrepublik bei den Bildungsinvestitionen gegenüber anderen Industrieländern. 2010 hat er sich trotz steigender Steuereinnahmen sogar noch vergrößert. Die schwarz-gelbe Bundesregierung setzt jedoch auf Steuergeschenke statt auf Zukunftsinvestitionen in Bildung und Ausbildung.“
Gute Bildung - muss kostenfrei sein, sie muss alle mitnehmen und ein solidarisches Lernen ermöglichen. Die Abschaffung der Studiengebühren in NRW war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, den Die LINKE im Landtag durchgesetzt hat. Doch Lernmittelfreiheit muss von der KITA bis zur Hochschule gelten und im Alltag wirksam sein. Deshalb unterstütze ich auch ausdrücklich den Protest gegen die Belastungen von Schülern durch Umlagen für Unterrichtsmaterial (‚Kopiergeld‘) und die Forderung nach einem kostenlosen Mittagessen. Auch Land und Kommune dürfen ihre Haushaltslöcher nicht auf Kosten der Schüler stopfen.
Gute Bildung - braucht Zeit und nicht verschärften Leistungsdruck. Deshalb unterstütze ich die Forderung nach der Rücknahme der Schulzeitverkürzung durch das Turboabitur G 8.
Gute Bildung - braucht Zukunftsperspektiven. Deshalb fordert DIE LINKE eine umlagefinanzierte Ausbildungsplatzgarantie und gesicherte Wege in den Berufseinstieg statt Ausbeutung durch Praktika ohne Ende.
Wer heute lieber Banken rettet als in Bildung zu investieren, darf auch nicht morgen über Fachkräftemangel lamentieren.