17.01.2011
Grenzen des Wachstums sind erreicht
Pressemitteilung vom 17.01.2011
„40 Jahre nach dem Bericht des Club of Rome ist endlich die
Erkenntnis angekommen, dass Wachstum in einer profitorientierten
Marktwirtschaft Reichtum für Wenige und Armut für Viele produziert und
die ökologische Krise noch verschärft. Die Einsetzung einer
entsprechenden Kommission war längst fällig“, erklärt Ulla Lötzer
anlässlich der konstituierenden Sitzung der Enquête-Kommission
„Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität“. Die stellvertretende
Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE und Obfrau in der Kommission fährt
fort:
„Wir hören täglich, dass Wachstum Arbeitsplätze
schafft und Wohlstand sichert. Die Realität sieht jedoch anders aus.
Trotz positiver Wachstumsraten steigt die Zahl der Menschen in Armut,
ebenso wie die Arbeitslosigkeit und die prekäre Beschäftigung. Trotz
positiver Wachstumsraten gelingt es uns nicht, die öffentliche
Infrastruktur zu modernisieren und die Versorgung der Menschen mit
sozialen Dienstleistungen zu verbessern. Trotz großer Effizienzgewinne
betreiben wir immer noch Raubbau an einer Vielzahl natürlicher
Ressourcen.
DIE LINKE wird in der Enquête-Kommission Fragen nach
der Umverteilung von Reichtum, dem notwendigen sozial-ökologischen Umbau
der Industrie und neuen wirtschaftsdemokratischen Beteiligungsformen
stellen.
Jenseits des politischen Tagesgeschäftes werden sich 17
Abgeordnete und 17 Sachverständige zwei Jahre mit dieser zentralen
Zukunftsfrage beschäftigen. Für die Fraktion DIE LINKE sitzen Ulla
Lötzer und Sabine Leidig in der Kommission. Als Sachverständige wurden
Prof. Ulrich Brand (Universität Wien) und PD Dr. Norbert Reuter (ver.di)
benannt.“