Ulla Lötzer, MdB (Die Links.PDS)

 

LINKE fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit und unterstützt den gewerkschaftlichen Aktionstag am 24. Februar!

Ulla Lötzer bei der Aktion des DGB am 23. Februar vor dem Kanzle
Ulla Lötzer bei der Aktion des DGB am 23. Februar vor dem Kanzleramt

„Es ist ein Skandal, dass neue Stellen in Essen vor allem in der Leiharbeit angeboten werden. Niedrige Löhne sind hier an der Tagesordnung“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Ulla Lötzer, stellvertretende Vorsitzende und gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE.

Das ergab eine Anfrage der LINKEN bei der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 17/4590).

Danach ist in Essen fast jede zweite angebotene Stelle ein Leiharbeitsplatz: Mit 47.2 Prozent ist der Anteil der Leiharbeit an den offenen Stellen im Januar 2011 ein trauriger Spitzenwert in NRW. Damit einher geht das Wachstum von Niedriglöhnen. Während der mittlere Lohn (Medianentgelt) eines Vollzeitbeschäftigten in Essen bei 2.970 Euro pro Monat liegt, sind es bei Leiharbeitsbeschäftigten lediglich 1.612 Euro.

In Anbetracht dieser Zahlen fordert Ulla Lötzer: „Die ungleiche Behandlung von regulär Beschäftigten und Leiharbeitskräften muss sofort beendet werden. Die LINKE fordert, das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ohne Wenn und Aber und ab dem ersten Einsatztag per Gesetz festzuschreiben. Die Einsatzzeit für Leiharbeiter muss auf längstens drei Monate begrenzt werden. So kann die Entstehung regulärer Arbeitsplätze gefördert und die Verdrängung von Stammpersonal durch Leiharbeiter unterbunden werden.

Am Essener Uni-Klinikum haben Beschäftigte und Personalrat nach jahrelangem Kampf die Auflösung der hauseigenen Leiharbeitstochter PSG durchgesetzt. Solchem systematischen Einsatz von Leiharbeit zum Lohndumping muss endlich auch gesetzlich Einhalt geboten werden.

Die LINKE hat Vorschläge dafür in den Bundestag eingebracht und unterstützt den Aktionstag der Gewerkschaften für sichere und faire Arbeit am 24. Februar.“

Das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die Steuerzahler würden entlastet. In Essen bekommen 12, 9 Prozent der Leiharbeitsbeschäftigten zusätzlich zu ihrem Lohn Hartz IV-Leistungen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Hierfür wurden in Essen 110.725 Euro allein im Juni 2010 ausgegeben.




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Ulla Lötzer ist Abgeordnete der Linksfraktion im Bundestag für die Partei Die Links.PDS