21.01.2010
Geplanter Stellenabbau bei Opel zeugt vom Versagen der Politik
Pressemitteilung
"Oberste Priorität in den Verhandlungen mit General Motors muss
die Vermeidung von betriebsbedingten Kündigungen und der Erhalt aller
Standorte haben", fordert Ulla Lötzer nach den jüngsten Ankündigungen
von Opel-Chef Nick Reilly. "Opel hat überhaupt nur durch einen
Brückenkredit aus Steuergeldern überlebt", so die Sprecherin der
Fraktion DIE LINKE für internationale Wirtschaftspolitik und
Globalisierung. "Die Vernichtung von 4.000 Arbeitsplätzen in
Deutschland und die Schließung des Werks in Antwerpen wären ein
schlechter Dank dafür." Lötzer weiter:
"Die Verantwortung für die Misere liegt nicht nur beim US-Management
sondern auch bei der deutschen Politik. Die Bundesregierung hat es
versäumt, sich als Gegenleistung für die Staatshilfe Mitspracherechte
zu sichern. Anstatt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer zu unterstützen, hat sie Opel damit den Profitinteressen
des US-Konzerns überlassen.
Die Bundesregierung steht in der Pflicht, für den Erhalt der
Arbeitsplätze zu sorgen. Künftige Staatshilfen müssen zwingend an eine
öffentliche Beteiligung bei Opel gebunden werden. Die Regierung muss
zudem endlich ein industriepolitisches Konzept vorlegen, das den Erhalt
aller Standorte und einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen
beinhaltet. Nur wenn das Unternehmen mit Hilfe des Staates und der
Beschäftigten zu einem sozialen und ökologischen Mobilitätskonzern
umgebaut wird, können die Arbeitsplätze auch langfristig gesichert
werden."