20.11.2009
Europäische Lösung für den Erhalt aller Opel-Standorte
Pressemitteilung
„Der Poker um die Zukunft der europäischen Opel-Standorte muss
endlich beendet werden. Das Gezerre ist unerträglich für die
Beschäftigten und ihre Familien“, erklärt Ulla Lötzer zu den Äußerungen
von Opel-Chef Nick Reillys. Die Sprecherin für Internationale
Wirtschaftspolitik weiter:
„Bisher haben sich die europäischen Standorte gegeneinander ausspielen
lassen. Jetzt müssen sie mit ihren Regierungen endlich gemeinsam
gegenüber GM auftreten und den in Aussicht gestellten Erhalt aller
Produktionsstätten durchsetzen.
Gerade die deutsche Regierung hat mit ihrem Alleingang diese
Standortkonkurrenz angeheizt und das Desaster mit verursacht. Sie ist
in der Verantwortung beim EU-Gipfel am Montag, endlich eine
einvernehmliche europäische Lösung herbeizuführen.
Auch wenn die GM-Führung nur um Staatshilfen pokert, muss Nick Reilly
jetzt beim Wort genommen werden. Wir fordern darüber hinaus den
Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.
Mittelfristig liegt die Zukunft nicht in der Verdrängungskonkurrenz mit
anderen Autobauern, sondern im Umbau zu einem sozialen und ökologischen
Mobilitätskonzern. Ressourcenknappheit und Klimawandel erfordern ein
Umsteuern in der Produktion, das mit kurzfristiger Renditeerzielung
nicht vereinbar ist. Deshalb fordern wir den Einstieg der öffentlichen
Hand, um einen solchen Umbau zu moderieren.“