„Wenn GM-Chef Henderson heute eine größere Eigenständigkeit für die europäische Tochter in Aussicht stellt, klingt das erst einmal gut. Die bisherigen Entwicklungen zeigen aber, dass man abwarten muss, ob es sich nicht um ein taktisches Manöver handelt, um Lohnverzicht und Staatshilfen zu erreichen.
Ob Magna, GM oder die Regierung – sie alle kennen in der Krise bisher nur einen Weg: Lohnverzicht, Kostenreduzierung und Arbeitsplatzabbau. Innovative Industriepolitik geht anders: Alternative Antriebstechniken und integrierte Verkehrskonzepte sind die Erfordernisse der Zukunft. Damit könnten die Arbeitsplätze bei Opel erhalten werden.
Künftige Staatshilfen müssen zwingend an eine öffentliche Beteiligung bei Opel gebunden werden. Die Regierung muss zudem endlich ein industriepolitisches Konzept vorlegen, das den Erhalt aller Standorte und einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen beinhaltet. Dies geht nur in Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern – nicht in Konkurrenz zu ihnen.