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Ja
Kommentar:
Der Anbau von Agrarkraftstoffen verdrängt Nahrungsmittelproduktion und verschärft so Armut und Hunger. Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in den Tank! VertreterInnen zahlreicher Zivilgesellschaften aus den Ländern des Südens betonen, dass die Folgen des wachsenden Exports biogener Kraftstoffe nicht nur eine zunehmende Abholzung von Regenwäldern, eine strukturarme, intensiv bewirtschaftete Monokultur und steigender Wassermangel sind, sondern insbesondere auch die gewaltsame Vertreibung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und indigenen Völkern von ihrem Land bedeutet. DIE LINKE fordert deshalb ein Importverbot für Agrartreibstoffe aus Entwicklungsländern.
Ja
Kommentar:
Der Einsatz von Gentechnik wird die kleinbäuerliche Landwirtschaft und den Öko-Landbau vernichten, da die Kontaminierung nicht zu verhindern ist. Es geht bei der Gentechnik um die vollständige Kontrolle der globalen Nahrungsmittelproduktion, die Konzerne wie Monsanto anstreben. Die Argumente für die angeblichen Vorteile von gentechnisch veränderten Agrarprodukten sind widerlegt: Gen-Nahrungsmittel sind nicht billiger, im Gegenteil, Genmais ist in den USA ein Drittel teurer als konventioneller - bei etlichen Gen-Pflanzen muss der Einsatz von Agrarchemie gesteigert werden, weil Schädlinge resistent werden; auch der Ertrag nimmt ab. Selbst das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag kommt zu dem Schluss, dass ein Nutzen von GVOs nicht erwiesen ist. DIE LINKE will Agro-Gentechnik verbieten, die Kennzeichnungspflicht von gentechnischen Bestandteilen in Nahrung und Futtermitteln bis zur Nachweisgrenze von 0,1 Prozent verschärfen und gentechnikfreie Regionen und auf sie hinführende Initiativen unterstützen.
Ja
Kommentar:
Nach den EU-Agrarexportsubventionen für Hühner- und Schweinefleisch hat die EU klammheimlich Anfang 2009 die Agrarexportsubventionen für Milchprodukte eingeführt. Diese Subventionen verbilligen EU-Milchprodukte auf den Märkten im globalen Süden und verdrängen auf diese Weise einheimisch ProduzentInnen. Sie sind damit mit verantwortlich für zunehmenden Hunger und Armut. Darum gehören sie sofort abgeschafft!
Ja
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Subventionen sollten viel stärker dazu eingesetzt werden, kleine und mittlere Betriebe zu unterstützen, die sozial und ökologisch produzieren. Die gegenwärtigen Subventionen begünstigen eine Agrarindustrie, die kleine und mittlere Betriebe zunehmend an den Rand und in den Bankrott drängt. Die Vergabe von Subventionen muss transparent erfolgen. Es ist skandalös, dass große Agrar- und Lebensmittelkonzerne sowie Privatpersonen wie etwa Königin von Großbritannien hohe EU-Subventionen erhalten.
Ja
Kommentar:
Die deutsche und internationale Entwicklungspolitik hat sich in den letzten Jahrzehnten vorwiegend auf die landwirtschaftliche Förderung von Exportprodukte wie Kaffee, Kakao und dgl. konzentriert, später auf Schnittblumen und Obst sowie andere Produkte mit angeblichen "Standortvorteilen." Der Anbau von Nahrungsmitteln für die eigene Bevölkerung wurde dagegen vernachlässigt und blieb zurück. Angesichts der Hunger- und Ökokrise muss jetzt umgesteuert werden: DIE LINKE fordert, dass Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, angepasste Technologien und eine gerechte Land- und Ressourcenverteilung ins Zentrum der Förderung im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit rücken.
Ja
Kommentar:
Wenn Entwicklungsländern diese Möglichkeit durch die WTO und EU-Freihandelsabkommen verwehrt wird, wird sich Hunger und Armut weiter ausbreiten. Deshalb hat sich DIE LINKE im Bundestag bei vielen Gelegenheiten und mit eigenen Initiativen gegen die Freihandelspolitik der EU ausgesprochen. DIE LINKE unterstützt den Kampf zahlreiche Organisationen der Zivilgesellschaft aus den AKP-Staaten sowie etlicher Regierungen gegen die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU, während die Bundesregierung leider an diesen Armut verschärfenden Abkommen festhält, die eine weitere Marktöffnung für europäische Produkte erzwingen sollen.
Ja
Kommentar:
Es gibt inzwischen zahlreiche freiwillige Codes wie CRS, die sich für soziale und ökologische Standards einsetzen. Ohne eine gesetzliche Festschreibung jedoch bleibt es vielfach nur bei guten Absichtserklärungen, die in der Realität nicht viel bewirken. Darum brauchen wir solche Gesetze, die auch einklagbar sind. DIE LINKE fordert verbindliche Regeln für Unternehmen zur Einhaltung sozialer Menschenrechte und ökologischer Standards. Unternehmen sollten gesetzlich verpflichtet werden, die VerbraucherInnen über Arbeitsbedingungen und Umweltauswirkungen in der gesamten Lieferkette zu informieren.