Jetzt ist Zeit für eine Abkehr von der katastrophalen neoliberalen Wirtschaftspolitik, die die Industrieländer in den vergangenen Jahren der ganzen Welt aufgezwungen haben und die maßgeblich zur jetzigen Krise beigetragen hat.
Wir brauchen strengere Regeln für die Finanzmärkte. Hedgefonds-Geschäfte mit hohem Kredithebel müssen verboten werden. Eine globale Finanzaufsicht und eine Institution, die Finanzprodukte auf ihre Gefährlichkeit überprüft (Finanz-Tüv) gehören auf die Tagesordnung. Mit Finanzinstituten in Steueroasen dürfen zukünftig keine Geschäfte mehr gemacht werden. Wir brauchen Maßnahmen zur Entschleunigung der Finanzmärkte, wie Transaktionssteuern und Vorschläge dazu, die Finanzmärkte auf Normalmaß zurückzuschrumpfen. Die Rückkehr zu stabilen, entmachteten Finanzmärkten muss zwangsläufig mit einer Stabilisierung der Wechselkurse einhergehen. Die Schaffung von Zielzonen zwischen den großen Weltwährungen wäre hierzu ein richtiger Schritt.
Die bevorstehende Weltwirtschaftskrise bedarf einer zügigen, abgestimmten und kräftigen Reaktion makroökonomischer Politik, um der Wachstumsschwäche und einem weiteren Anstieg von Armut und Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Zur sofortigen Stützung der Konjunktur brauchen wir eine Koordination von regionalen und nationalen Konjunkturprogrammen mit einer Ausweitung sozial und ökologisch sinnvoller Investitionen. Das von der chinesischen Regierung beschlossene Konjunkturpaket gibt die Richtung vor.